24 - die wiederkehr

Die aktuelle Interpretation finden Sie hier: http://www.no2do.com/hexagramme/788888.htm

Dezember 2010: Entscheiden und dann: geschehen lassen
Manchmal lasten Entscheidungen, die man getroffen hat, erst einmal regelrecht auf der Seele: denn das alte, vertraute, das, was lange Zeit gut für einen funktioniert hat, ist verschwunden, man hat es selbst durch eine Entscheidung zurückgelassen.
Dann steht man erst einmal vor dem Nichts und fragt sich vielleicht, was jetzt wohl kommt. Vielleicht hat man auch eine vage Idee, was es sein könnte, aber an sich ist die Situation einfach noch viel zu jung, viel zu neu, um einem selbst tatsächlich Stabilität zu geben.
Genau an diesem Punkt wäre es jetzt nun völlig falsch, sich in Grübeleien zu verirren. Denn im Grübeln schwächt man sich nur selbst, denn es untergräbt die eigene innere Stabilität.
Besser ist es stattdessen, nichts zu tun: sich fallen zu lassen, zu vertrauen, sich dem Aufbauprozess des Neuen einfach hinzugeben, während man sich selbst in der eigenen Mitte stabilisiert.

Sommer 2008: Sich am inneren Kompass orientieren
Am Anfang des Zeichens steht der Impuls, der den Fragenden in die Welt hinaus katapultiert: das Zeichen zeigt einen Keimling, der tief in Erde verborgen ist.
Ein langer und ungewisser Weg ohne klare Zielvorgaben beginnt hier. Allein Innenschau und der Kontakt zur eigenen, inneren Stimme können Orientierung geben: auch der Keimling weiß intuitiv, in welche Richtung er wachsen muss, um die Oberfläche zu erreichen.
Dennoch herrscht zunächst ein Gefühl vor, das an das Schwimmen in einem Ozean ohne Land in Sicht erinnert - eine Lage, in der man sich möglicherweise tief verunsichert fühlt. Tatsächlich geht es bei diesem Zeichen um die Rückkehr zu sich selbst, zur eigenen Ursprünglichkeit, denn die empfängliche Leere, die dem Fragenden umgibt und durch die er sich bewegt, wirft ihn auf sich selbst zurück. Es herrscht ein Ausnahmezustand, der an die Initiationsriten archaischer Stammesgesellschaften erinnert: die Jungen verlassen ihre Mütter, um in der Wildnis auf Visionssuche zu gehen und kehren als Männer zu ihrem Volk zurück.
Die Frage Wer bin ich? ist sehr präsent und die Umwelt bietet wenig Ablenkung, sondern stellt vielmehr ebenfalls genau diese Frage. Es ist eine schwierige Zeit, die eventuell Angst macht. Aber sie durchschritten zu haben, gibt eine Qualität von innerer Stärke, die anders nicht zu erlangen wäre.

Frühsommer 2008: Zur eigenen Wurzel zurückkehren. Sich auf sich selbst besinnen:Wer bin ich?? Es ist die Ruhe nach...  Wieder auf die Stimme des eigenen Inneren hören - auch wenn sie leise ist. Sich vom Geschrei der äußeren Welt abwenden. Bei sich sein. Und die Folge: Selbsterkenntnis.
Es ist eine Wendezeit, in der es gilt, vorsichtig zu sein. Ein gedanken-loses bei-sich-sein: ein totaler Rückzug, bei dem man sich nicht einmal um sein (eigenes) Tagesgeschäft kümmert, sondern nur Wort-los bei-sich ist.
Es ist das Gegenteil von 23 - Zersetzung  Jetzt ist alles bereits verwest, und das Spiel kann von neuem beginnen.
Also: die Froschperspektive verlassen, das eigene involviert-Sein für einen Moment aufgeben... sich die gesamte Situation von außen ansehen - statt im eigenen ich gefangen weiter und weiter zu agieren... als sei man in einem... Hamsterrad...
Sich lösen - zu sich kommen - Kräfte sammeln.Zu sich kommen. In sich hineinhorchen.

Yoga: vielleicht (weil meine spontane Idee): Corps Pose (Savasana). Je nach Sichtweise ist es eintweder eine sehr leichte - oder eine Sehr schwierige Übung (es sind eher die Fortgeschrittenen, die sie schwierig finden...). Leslie Kaminoff: "Hellwache Achtsamkeit und dabei völlige Selbstpreisgabe an die Atembewegungen - dieser Gegensatz führt zu der Erkenntnis, dass Willenlosigkeit ein Willensakt ist."