Oktober 2011 / Zuschrift:
Ein Nutzer schrieb: "Ich habe diese Idee, ich sollte einen Job annahmen. Aber ist das richitg? Soll ich es tun, mir einen Job suchen? Oder soll ich mein Leben, so wie es jetzt ist, AUSHALTEN.
Aushalten ist ein interessanter Begriff. Vielleicht ist das meine Frage an das I Ging: ich leide unter was - und mein Hirn schlägt einen Job als Lösung vor. Worunter LEIDE ich? Unter einem Mangel an HALT (den ich mit einem Job bekämpfen will)? Was soll ich tun?
LOSLASSEN? Mich solange sinken lasse, bis ich mich getragen fühle?
Jetzt frage ich das I Ging und erhalte: 23 - die zersetzung.
Oh wow! Was für eine Antwort. "Nähren braucht [Vertrauen, dass wir morgen genährt werden; Festhalten verhindert] Loslassen."
So fühle ich mich tatsächlich: ich bin gerade dabei, mich in völlig sinnlose Action zu stürzen (=Job), anstatt mich hier&jetzt hinzusetzen und mich nähren zu lassen. Nähren ist etwas passives, man WIRD genährt.
Aber mit dem Job würde ich mich am allerliebsten SELBST ERNÄHREN - nur nicht passiv sein, nur nicht abhängig sein, nein, nein, nein.
Und grad dass sollte ich wohl tun.
Danke I GING ;-))
September 2009:

Situation: Zersetzung; das Alte, Wohlvertraute löst sich auf, die alte Haut löst sich ab.
Beispiele: Jobwechsel, Umzug, Verlust (Job, Beziehung etc.)
Klassisches Reaktionsmuster: Angst, natürlich Angst. Wenn man die vertraute Haut (Maske) verliert, unter den einen allen kennen, riskiert man, ausgestossenzu sein. Die alten Zustände vermittelt Sicherheit, Geborgenheit, Halt.
no2DO Tipp: Nichts tun. Zeit für sich selbst nehmen. So wie im "Urteil": nicht fördernd ist es, wohin zu gehen. Also kein überstürztes Handeln! Die Dinge lieber geschehen lassen und währenddessen nicht zu viel grübeln, "was alles passieren könnte".
Was passiert momentan eigentlich tatsächlich? Die Illusion (!) von Sicherheit versüßt nämlich oft lediglich die eigne innere Unfreiheit (z. B.: die Abhängigkeit vom Urteil anderer). Und da diese Sicherheit ohnehin nur ein gedankliches Konstrukt ist, warum opfern wir ihr dann so viel?
Chance: Das alte löst sich auf. Die alte Haut fällt ab. Gut so. Sie ist ohnehin zu eng geworden. KUN, die Erde, (unteres Trigramm, beide Kernzeichen) gibt Hinweise zur passenden Haltung: empfangend sein, sich hingeben, offen, formbar, weich, anpassungsfähig sein, das Gegebene annehmen.
22.07.09: Zersetzung. Zeit des Zerfalls. Man kann ihn nicht aufhalten, nur geschehen lassen. Nichts desto trotz wird am Ende neues Leben entstehen. Nichts vergeht endgültig, alles wird wieder geboren, in neuer Form.
Loslassen der alten Formen. Freiwilliges loslassen un den Wandel annehmen ist das Intelligenteste, was man tun kann - denn die Entwicklung ist ohnehin nicht aufzuhalten: wie eine Schlangenhäutung.